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The Wolf of Wall Street –

Mit Gangs of New York begannen der legendäre Regisseur Martin Scorsese und Superstar Leonardo DiCaprio 2002 ihre Zusammenarbeit, die ihnen begeisterte Kritiken und zahlreiche Preise bescherte – und dem Zuschauer eine Reihe von Filmen, die zu den bedeutendsten des neuen Jahrtausends zählen: Aviator, Departed – Unter Feinden und Shutter Island. Jetzt stellen sie ihren fünften gemeinsamen Titel vor.

In THE WOLF OF WALL STREET analysiert Scorsese die Geschichte eines jungen, unerfahrenen New Yorker Börsenmaklers: Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) träumt den amerikanischen Traum – und wacht auf in der korrupten Realität des Kapitals, das nur eine Maxime kennt: hemmungslose Habgier. Als Broker jongliert Belfort bald mit Millionen, feiert Ende der 80er-Jahre exzessive Erfolge mit seiner Maklerfirma „Stratton Oakmont“ und entwickelt schon mit Anfang 20 seinen radikal luxuriösen Überflieger-Stil – was ihm den Titel „Der Wolf von der Wall Street“ einbringt.

 Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Geld. Macht. Frauen. Drogen. Sie konnten allem widerstehen – außer der Versuchung: Belfort und seine Wolfsmeute ließen sich von keiner Behörde einschüchtern, Bescheidenheit ersetzten sie in ihrer Ellbogengesellschaft durch eiskalte Arroganz. Einfach immer mehr. Und selbst das war nie genug.

Der Wolf von der Wall Street – Der Mann hinter der Geschichte

Der Name Jordan Belfort steht heute synonym für einen der spektakulärsten Betrugsskandale, den die New Yorker Wall Street in ihrer Geschichte je gesehen hat. Für Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio mehr als genug Stoff, um daraus einen spannenden Kinofilm zu machen: THE WOLF OF WALL STREET (Kinostart am 16. Januar 2014). Wie kam der echte „Wolf von der Wall Street“ zu seinem Spitznamen? Wie wurde er geschnappt? Und was macht er heute?

 

Sein „Talent“ für Finanzgeschäfte war Jordan Belfort gewissermaßen schon in die Wiege gelegt worden, als er 1962 als Kind zweier Buchhalter in New York geboren wurde. Nachdem er seine Karriere als normaler Börsenmakler begonnen hatte, strebte er schon bald nach Höherem. Er wollte das ganz große Geld machen, sich nicht mit Peanuts begnügen. Zum Verhängnis sollte ihm später jedoch werden, dass er es mit der Ehrlichkeit von Anfang an nicht so wirklich genau nahm…

 

Ende der 1980er gründete Belfort mit einem Freund die auf außerbörslichen Handel spezialisierte Maklerfirma Stratton Oakmont, welche innerhalb kurzer Zeit zur einem der größten und einflussreichsten Player in der Finanzwelt avancierte. Stratton Oakmont betreute die Börsengänge von über 35 Unternehmen – zu den bekanntesten zählte die Schuhfirma Steve Madden Ltd. – und beschäftigte zu ihrer Blütezeit mehr als 1.000 Börsenmakler. Doch Belforts Firma bediente sich zunehmend illegaler Geschäftpraktiken und Betrügereien. Unter den Mitarbeiten entstand derweil ein absurder Wettbewerb um schnelles Geldverdienen und ebenso schnelles Verprassen ihres privaten Reichtums.

 

In den besten Zeiten verdiente Belfort fast eine Million Dollar – pro Woche! Das Raubtierhafte dieser rasanten Geldvermehrung bescherte ihm den Spitznamen „Wolf von der Wall Street“. Mit 26 Jahren hatte er es bereits zum Multimillionär gebracht und einen extrem ausschweifenden Lebensstil inklusive einer handfesten Drogenabhängigkeit entwickelt. Partys, Autos, Yachten, Frauen bestimmten zu dieser Zeit sein Leben. Jedoch verdichteten sich die Anzeichen, dass diese paradiesischen Zustände nicht für immer andauern würden. Nach Beschwerden früherer Kunden wurden Belforts Geschäfte im Jahr 1994 von der US-Börsenaufsicht untersucht. Was man dabei herausfand, war offenkundig mehr als genug, um dem „Wolf“ ein lebenslanges Verbot für den Handel mit Wertpapieren auszusprechen. Seine Firma bekam (unter neuer Führung) strenge Auflagen für die weitere Geschäftstätigkeit, welche sie danach allerdings nicht mehr allzu lange aufrechterhielt.

1998 wurde Belfort aufgrund seiner kriminellen Geschäfte schließlich vom FBI verhaftet und wegen Wertpapierbetrugs und Geldwäsche vor Gericht gestellt. Seine letztliche Strafe belief sich auf 4 Jahre Gefängnis, von denen er jedoch nur 22 Monate absitzen musste. Zudem wurde er dazu verurteilt, mehr als 100 Millionen Dollar an die über 1.500 von ihm geschädigten Kunden zurückzuzahlen.

Heute arbeitet Belfort als Motivationscoach mit einem Stundenlohn von geschätzten 30.000 Dollar und hat zwei Bücher über sein bewegtes Leben verfasst, die weltweit in 40 Ländern veröffentlicht wurden.

Trailer

Updated: 13/01/2014 — 14:37
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